Konzerte

Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion in der Fassung II

Bachs Erben - Barockorchester & Landesjugendchor Thüringen
Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Bachfest.
Wann:
Donnerstag, 02.09.2021
20.00 Uhr
Einlass: 19.00 Uhr
Ticketverkauf:

Thüringer Ticketshop
Gottstedter Landstraße 6, 99092 Erfurt
Telefon: 0361 2275773
www.ticketshop-thueringen.de

Veranstalter:

KulTourStadt Gotha GmbH (Kulturmanagement)
Telefon: 03621 / 510430

Wo:
Margarethenkirche
Neumarkt
99867 Gotha
Detail

Künstler: Bachs Erben - Barockorchester (Künstlerische Leitung: Raphael Alpermann, Akademie für Alte Musik Berlin), Landesjugendchor Thüringen, Miriam Feuersinger, Sopran / David Erler, Altus / Benedikt Kristjánsson, Tenor / Tobias Berndt, Bass / N.N., Jesus

Leitung: Nikolaus Müller

Programm: Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion in der Fassung II

Der Passionszyklus
Als im Jahre 1717 der Karfreitag nahte, war es unsicher, wie die Passionsmusik auf Schloss Friedenstein gestaltet werden könnte, denn der zuständige Hofkapellmeister Christian Friedrich Witt war schwer erkrankt. So holte man den jungen Johann Sebastian Bach aus Weimar als Vertretung nach Gotha, um am 26. März seine „Gothaer Passion“ in der Schlosskirche aufzuführen. Es ist ein großer Verlust für die Musikwelt, besonders aber für die Bachfreunde in Gotha, dass dieses Werk vollständig verschollen ist. In die zweite Fassung der Johannes-Passion, die acht Jahre später in Leipzig erklang, sind aber immerhin einige Teile aus dem Werk von 1717 eingegangen und bauen eine Brücke nach Gotha. Mit dieser Fassung beenden wir am Donnerstag den kleinen Passionszyklus, der sich um den Weltfriedenstag rankt.

Die ha’atelier Fassung, die am Dienstag erklingt, lässt Bachs Musik sowie Bibeltext und Choräle unangetastet. Sie gibt aber den Künstlern um Dr. Almut Shulamit Bruckstein-Coruh den Raum, die Arien mit nichtchristlichen, zumeist jüdischen Texten zu unterlegen und auf diese Weise aus ihrem Blickwinkel neue Empfindungen in Bachs Werk einzutragen.

Im Zentrum des Passionszyklus steht am Weltfriedenstag die Arabische Passion als musikalische Bitte um Frieden. Elemente aus Bachs beiden großen Passionen inspirieren die Künstler des Ensemble Sarbande zu musikalischen Verknüpfungen aus Traditionen des Barock, arabischer Musik und des Jazz. In den Kirchenraum projizierte Bilder unserer Tage untermauern den tief berührenden Gesamteindruck.

Die drei Fassungen Bachscher Passionsmusik eröffnen einen Blick der Welt auf Bach und den Blick durch Bach auf unsere Welt!

Bachs Erben - Barockorchester Michaelstein
Seit 2006 gibt es sie: die jungen Musiker von BACHS ERBEN, einem deutschlandweiten, von der Musikakademie Sachsen-Anhalt im Kloster Michaelstein organisierten Jugendbarockorchester. Inzwischen stehen Reisen nach China, Bulgarien, Kolumbien und Finnland, Auftritte bei renommierten Festivals wie dem Händelfest Halle, dem Bachfest Leipzig, den Tagen Alter Musik Regensburg, den Fasch-Festtagen Zerbst/Anhalt, den Thüringer Bachwochen oder der Nürnberger Orgelwoche in der Vita des Orchesters, und die Liste der Konzertorte würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte also, die wesentlich getragen wird von den Tutoren der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Künstlerischen Leiter Raphael Alpermann, die von Beginn an die Arbeit des Ensembles begleiteten.

Musikalisch konzentrieren sich BACHS ERBEN auf Werke ihres Namenspatrons Johann Sebastian Bach und seiner Zeitgenossen und musizieren in der Regel – historisch authentisch – ohne Dirigent. Gern unternimmt das Jugendbarockorchester aber auch „Ausflüge“ bis in die Frühklassik hinein, war mehrfach beim Festival für zeitgenössische Musik IMPULS zu hören und realisierte mit großem Erfolg das musikalisch-szenische Projekt „KRICH“ unter Einbeziehung von modernem Tanz und break dance.

Die vielleicht wichtigsten Merkmale neben der musikalischen Souveränität sind jedoch die unbändige Musizierfreude und die Begeisterung, mit der BACHS ERBEN zu Werke gehen und die regelmäßig das Publikum in ihren Bann zu ziehen vermögen.

Landesjugendchor Thüringen
Bekannte Chormusik neu zu entdecken und weitgehend unentdeckte Werke bekannt zu machen, ist ein Motto, dem sich der 2013 wiedergegründete Landesjugendchor Thüringen verschrieben hat. Die jungen Sänger*innen treffen sich im Jahr vier Mal zu mehrtägigen Probenphasen an verschiedenen Orten Thüringens, um gemeinsam anspruchsvolle Werke zu erarbeiten. Die musikalische Arbeit wird durch erfahrene Stimmbildner wie Anja Pöche, Kathleen Ziegner, Franziska Faust, Claudia Zohm und Stefan Puppe unterstützt.

Der Schwerpunkt des Repertoires liegt in der geistlichen wie weltlichen A-Cappella-Musik und reicht von Vertonungen des 16. Jahrhunderts bis zu Kompositionen der Gegenwart und Uraufführungen.

Erste Auftritte führten den Chor u.a. zum Deutschen Chorwettbewerb 2014 nach Weimar, ein Jahr später zu den Internationalen Händelfestspielen Halle und zum Altenburger Musikfestival. Ein chorsinfonisches Konzert mit der Staatskapelle Halle (Wilhelm Berger, Johannes Brahms und Max Reger) und die CD-Einspielung mit Chormusik von Wilhelm Berger (1861-1911) waren die Schwerpunkte im Jahr 2016.

Mit zwei großangelegten Projekten zum Thema „Martin Luther und die Musik“ wurde des Reformationsjubiläums 2017 gedacht: Zu Pfingsten ein A-Cappella Programm „Das Güldene ABC“ mit Vertonungen des 119. Psalms aus vier Jahrhunderten, im Oktober „Lutherisches Jubelgeschrey“ im Rahmen des Heinrich-Schütz-Musikfestes und auf der Wartburg.

Die Nacht als Zeit der Stille und Besinnung, Träume und Entdeckungen - aber auch der Sehnsüchte und Bedrohungen, Stürme und Gefahren. Dieser Gedankenwelt widmete sich der Chor in zwei verschiedenen Programmen ein Jahr später.

Im Jahr 2019 dann standen zwei Besonderheiten auf dem Programm: Die Wieder-Aufführung nach mehr als 120 Jahren von Liszt, 2. Beethoven-Kantate (Zur Saecularfeier Beethovens, Uraufführung am 29.05.1870 in Weimar). Das zweite große Ereignis: Der Doyen der Chormusik, Clytus Gottwald, hat auf Initiative des Landesjugendchores drei ausgewählte Klavierlieder von Clara Schumann – anlässlich ihres diesjährigen 200. Geburtstages - für bis zu sechsstimmigen Chor A-Cappella transkribiert. Diese dem Landesjugendchor gewidmeten Transkriptionen sind im Abschlusskonzert der Liszt Biennale Thüringen 2019 am 10. Juni in Sondershausen zur Uraufführung gekommen.

Der Titan Beethoven steht auch bei uns im Zentrum der Chorarbeit im Jubiläumsjahr bthvn2020. Die Sinfoniekonzerte mit Liszt, 2. Beethoven-Kantate und der Staatskapelle Weimar mussten leider abgesagt werden aufgrund der Corona-Auswirkungen. Bleibt uns noch der 5. September mit dem Beethoven Orchester Bonn im Rahmen des Internationalen Beethovenfestes Bonn.

Die A-Cappella Programme haben wir überschrieben: "Willkommen im Cafe Ludwig van – "orginal.chor.bearbeitet" und "Von.Guten.Mächten" mit Chormusik u.a. von J.S. Bach, Manfred Schlenker und Kurt Hessenberg.

Nikolaus Müller
Nikolaus Müller ist seit Herbst 2016 Universitätsmusikdirektor und Leiter des Bereiches Musik am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum.

Im Herbst 2014 wählte die Robert-Franz-Singakademie Halle ihn zu ihrem Künstlerischen Leiter, ein Jahr zuvor übernahm er die Wiedergründung des Landesjugendchores Thüringen. Für den Landesmusikrat Thüringen und die Landesmusikakademie Sondershausen ist Nikolaus Müller als Dirigent, Dozent und Juror tätig.

Die erste musikalische Ausbildung erfuhr Nikolaus Müller im Leipziger Thomanerchor. Nach dem Studienabschluss in Leipzig und Dresden (u.a. Fabio Luisi) arbeitete er als Chordirektor des Stadtsingechores zu Halle, als Kapellmeister der Wiener Sängerknaben und als Chordirektor an den Theatern Altenburg-Gera und Chemnitz.

Als Gastdirigent arbeitet Nikolaus Müller regelmäßig mit Orchestern wie der Staatskapelle Halle und der Rhein-Ruhr Philharmonie zusammen.

Ticketpreise: Tickets ab 38,50 Euro

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