Konzerte, Vortrag

Der junge Bach in Ohrdruf und Gotha - eine Spurensuche

Prof. Dr. Michael Maul & Johanna Bergmann
Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Bachfest.
Wann:
Samstag, 28.08.2021
14.00 Uhr
Einlass: 13.00 Uhr
Ticketverkauf:

Thüringer Ticketshop
Gottstedter Landstraße 6, 99092 Erfurt
Telefon: 0361 2275773
www.ticketshop-thueringen.de

Veranstalter:

KulTourStadt Gotha GmbH (Kulturmanagement)
Telefon: 03621 / 510430

Wo:
Schloss Friedenstein - Spiegelsaal
Schlossplatz 1
99867 Gotha
Detail

Künstler: Prof. Dr. Michael Maul & Johanna Bergmann

Programm: Der junge Bach in Ohrdruf und Gotha - eine Spurensuche

  • Johann Christoph Bach: Aria eberliana pro dormente camillo variata
  • Johann Pachelbel: Chaconne d-Moll aus dem Andreas Bach Buch
  • Georg Böhm: Präludium g-Moll
  • Johann Sebastian Bach: Capriccio sopra la lontananza de il fratro dilettissimo BWV 992
  • Dietrich Buxtehude: Suite oder Präludium N.N.
  • Johann Sebastian Bach: Aria variata alla maniera italiana BWV 989

 
Der junge Johann Sebastian Bach ist ein Faszinosum. Ein Waisenkind, das - ausgebildet von seinem älteren Bruder in Ohrdruf und nach zwei Jahren auf 'Gesellenreise' in Lüneburg - Anfang des 18. Jahrhunderts als Organist in Arnstadt, Mühlhausen und Weimar auf den Plan tritt: mit Werken, die alles vorangegangene schlichtweg in den Schatten stellen. In dem Gesprächskonzert begeben sich die Ohrdrufer Kantorin Johanna Bergmann und der Bachforscher und Intendant des Leipziger Bachfestes Prof. Dr. Michael Maul auf eine musikalische und amüsant-kriminalistische Spurensuche. Mit Werken des jungen Bach und seiner Vorbilder ergründen sie die Klangwelt des Teenagers Bach in Ohrdruf und Lüneburg - und machen dabei eines deutlich: auch Bach ist nicht 'vom Himmel gefallen'.

Prof. Dr. Michael Maul
Michael Maul (*1978 in Leipzig) studierte 1997 bis 2002 Musikwissenschaft, Journalistik und Betriebswirtschaftslehre in Leipzig. 2006 wurde er mit einer Arbeit zur »Barockoper in Leipzig (1693–1720)« an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert. Die Arbeit wurde 2007 mit dem Gerhart-Baumann-Preis für interdisziplinäre Literaturwissenschaft ausgezeichnet.

Seit 2002 arbeitet Maul als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bach-Archiv. Hier ist er vor allem mit der Durchführung des Forschungsprojektes Expedition Bach – der systematischen Erschließung der mitteldeutschen Archivlandschaft – betraut. Derzeit konzentriert er sich zudem auf die Dokumentation der Geschichte des Thomaskantorats. Hierzu publizierte er 2012 die Monographie »Deroberühmbter Chor – Die Leipziger Thomasschule und ihre Kantoren 1212–1804«. Seit 2014 ist er Leiter des Forschungsreferates I.

Neben seiner Tätigkeit am Bach-Archiv legte er zahlreiche Veröffentlichungen zur Musikgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts vor: 2004 gab er das von ihm 2001 in Vilnius entdeckte älteste erhaltene Manuskript einer deutschsprachigen Oper heraus (J. Sebastiani: Pastorellomusicale), 2007 eine bislang unbekannte Oper von Telemann (Germanicus), die in einer von ihm rekonstruierten Fassung beim Leipziger Bachfest und den Magdeburger Telemannfesttagen erklang und inzwischen auf CD erschien. Schlagzeilen machte Maul durch die Entdeckung der Arie „Alles mit Gott und nichts ohn’ ihn“ BWV 1127 von Johann Sebastian Bach (2005) und die Präsentation der ältesten erhaltenen Notenhandschriften Bachs (2006).

Für seine bisherige Arbeit wurde Maul 2011 vom Sächsischen Musikbund mit dem Förderpreis für junge Komponisten und Musikwissenschaftler ausgezeichnet. Seit 2008 ist er Mitglied im Direktorium der Neuen Bachgesellschaft und wissenschaftlicher Betreuer des Projektes Musikerbe Thüringen. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig und an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Ein wichtiges Anliegen ist ihm die anschauliche Vermittlung aktueller musikwissenschaftlicher Forschung an ein breites Publikum in Form von Gesprächskonzerten und Radiofeatures: regelmäßig für Deutschlandradio Kultur

Johanna Bergmann
Johanna Bergmann wurde 1996 in Mittelhessen geboren, dort erhielt sie ersten Klavier- und Orgelunterricht. Von 2011 bis 2014 besuchte sie den Musikzweig der Landesschule Pforta bei Naumburg an der Saale und legte dort ihr Musikabitur ab. Es folgte das Studium der Kirchenmusik - zurzeit bei Domorganist Silvius von Kessel und Prof. Bernhard Klapprott (Orgel) sowie Prof. Martin Sturm (Orgelimprovisation) - an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, welches sie Ende 2020 mit dem A-Diplom abschloss. Zudem absolvierte sie ein Auslandsstudium im Fach Orgel am Conservatorio di Musica „Giuseppe Verdi“ in Como (Italien) bei Maestro Enrico Viccardi. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse, zum Beispiel bei Wolfgang Zerer, Andreas Liebig und Ludger Lohmann.

Außerdem trat die junge Organistin im Rahmen von Konzertreihen wie dem Meininger Orgelsommer, den Erfurter Kirchenmusiktagen oder der Orgelnacht der Stiftskirche Kaiserslautern als Solistin und in kammermusikalischen Besetzungen auf. Sie ist Mitglied im Bachkantatenensemble Weimar und leitete mehrere geistliche und weltliche Chöre im Raum Thüringen. Seit Mai 2019 ist Johanna Bergmann als Kantorin in der Bachstadt Ohrdruf tätig. In dieser Funktion wurde sie in das Vorbereitungskomitee für das Internationale Bachfest der Neuen Bachgesellschaft 2021 berufen.

Ticketpreise: Tickets ab 22,50 Euro

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